Energie-Experte Völksch: GEG fördert KWK

Das am 1. November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) und ist nun die Richtschnur für Energieeffizienz und Nutzung Erneuerbarer Energien im Gebäudebereich. Die Anforderungen an Neubauten und Sanierungsvorhaben werden hinsichtlich der EnEV (Stand 1. Januar 2016) nicht verschärft. Das bedeutet konkret: Für Neubauvorhaben, die mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) aus Erdgas versorgt werden, ist die Erfüllung der Anforderungen mit Leichtigkeit machbar.

Dipl.-Ing. Oliver Völksch berichtet über das neue GEG

selbstständiger Bauingenieur und Energieberater, sowie ext. Sachverständiger der KfW

„Für KWK-Anlagen, die mit Biomethan versorgt werden, kann ab jetzt ein sehr niedriger Primärenergiefaktor von fp=0,5 – statt 1,1 für Erdgas – angesetzt werden“, berichtet Energie-Experte Oliver Völksch. „Dieser Ansatz ist insbesondere für den Nachweis von geförderten Effizienzhäusern in Neubau und Sanierung interessant. Primärenergetisch können so die Spitzenstandards erreicht werden.“ Denn mit Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Jahr 2021 werden sich Effizienzhäuser und -gebäude an der öffentlich-rechtlichen Nachweismethodik (jetzt GEG) orientieren. Auch für Bestandsgebäude, in denen Wärmeerzeuger auf Basis fossiler Energieträger (z.B. Öl-NT-Kessel) außer Betrieb genommen werden und die zukünftig durch KWK aus einem anderen Gebäude versorgt werden (Quartierslösung etc.) kann gemäß GEG ein sehr günstiger fp-Wert im Rahmen einer Gebäudebilanzierung angesetzt werden. Völkschs Fazit: „Das neue GEG fördert die KWK im besonderen Maße.“