Energiegipfel, Energieagentur Bayern und Roadshow

Prof. Dr.-Ing. Frank Messerer und Maren Seibold in Schweinfurt

Zu einem Informationsaustausch waren leitender Ministerialrat Prof. Dr.-Ing. Frank Messerer und Regierungsdirektorin Maren Seibold aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie aus der Abteilung Energieforschung und –technologie am 13. September zu Besuch bei SenerTec.

Zu Beginn informierten sich die Gäste über die bestens strukturierte Dachs-Produktion. Sebastian Haupt, Koordinator aus dem Bereich Entwicklung, zeigte, wie der Dachs in Schweinfurt entwickelt, produziert und geprüft wird.

Die Gäste berichteten von gestiegenen Anforderungen in Bezug auf die Kraft-Wärme-Kopplung, seit dem Hubert Aiwanger als Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Amt ist. Sein klares Bekenntnis zum Ausbau und Förderung der dezentralen Energieerzeugung spüren die Mitarbeiter im Ministerium, wenn es um Themen, Aufgaben und Visionen in der Energiewirtschaft geht.

Im Gespräch mit Hagen Fuhl, Andre Merz und Wolfgang Heß (alle SenerTec) schlugen die Gäste aus München die Durchführung einer Roadshow vor. Federführend sollte das Ministerium sein. Den Energieagenturen, Energieberatern und Fachplanern die verschiedenen Technologien und deren Möglichkeiten näher zu bringen, sollte die Aufgabe der Roadshow sein. Zu den teilnehmenden Firmen der Roadshow, die durch die sieben Regierungsbezirke Bayerns führen wird, sollte auch SenerTec gehören.

Zur zentralen Anlaufstelle für Energiefragen in Bayern soll die Energieagentur Bayern werden, die derzeit unter der Leitung des Wirtschaftsministers gegründet wird. Mit Hilfe von Medien und Broschüren sollen die verschiedenen Technologien und deren Möglichkeiten mit verständlichen Praxisbeispielen kommuniziert werden. Dabei soll auch die KWK gut platziert werden. Eine weitere Aufgabe der Energieagentur Bayern soll die Umsetzung von Projekten werden. Prof. Messerer forderte SenerTec auf, ein Projekt zum Thema Kraft-Wärme-Kopplung vorzuschlagen.

Ein weiterer Wunsch von Prof. Messerer waren Komplettlösungen. Er sieht Bedarf am Dachs in Kombination mit Batteriespeicher und in Verbindung mit PV-Anlagen. Dem schlosen sich die Verantwortlichen von SenerTec an, denn durch die geplanten Produktneueinführungen in Form von Batteriespeicher und Ladesäule können Dachs-Pakete geschnürt werden.

Wolfgang Heß informierte über das „Rundum-Sorglos-Servicepaket“ und über das große Netz an Service-Partnern. 30 SenerTec-Center und mehr als 1.000 Partner vor Ort stellen einen hervorragenden und schnellen Service rund um den Dachs sicher. Geschult werden die Techniker und interessierte Fachplaner in Schweinfurt, Osnabrück, Offenburg oder per Webinar.

Eine Absicht von SenerTec ist die Vereinfachung des Anmelde- und Nachweisverfahrens bezüglich KWK. Andre Merz versprach, einige Ansätze zum Abbau der Bürokratie zu formulieren und den Vorschlag dem Wirtschaftsministerium zu unterbreiten.  Dabei sollten auch andere Personen und Gruppen, möglicherweise Mitarbeiter aus den Baden-Württembergischen Ministerien, mit einbezogen werden, die an einer Lösung mitwirken möchten.

Kritisiert wurde von Andre Merz das „10.000-Häuser-Programm“. Hier ist die KWK förderfähig – die Anforderungen sind allerdings zu anspruchsvoll. Hagen Fuhl formulierte den Wunsch nach einer Vereinfachung, damit mehr Hausbesitzer gefördert werden können. Gespräche hierzu wurden mit dem Referatsleiter am „Energiegipfel Bayern“ vereinbart, der am 30. September in München stattfinden wird. Die Ergebnisse aus dem Bayerischen Energiegipfel sollen zudem in ein Aktionsprogramm einfließen.

Wir bedanken uns herzlich für die aufschlussreichen Gespräche und den interessanten Tag bei:

  • Prof. Dr.-Ing. Frank Messerer,
    Leitender Ministerialrat und
    Honorarprofessor der TUM seit 2018 der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik im Fachgebiet Elektrische Felder in der Energietechnik
  • Maren Seibold,
    Regierungsdirektorin im Referat Energiespeicher, Kraft-Wärme-Kopplung