FORSCHUNGSPROJEKT

Wie KWK-Anlagen das Stromnetz stabilisieren

KWK-, Biogas-Anlagen oder Wärmepumpen werden zukünftig bei Engpässen das Stromnetz stabilisieren. Beim Forschungsprojekt „C/Sells“ haben der Verteilnetzbetreiber Bayernwerk, das Start-up Consolinno Energy und der Übertragungsnetzbetreiber Tennet die technische Realisierung voran getrieben. Das Ergebnis: Eine Stabilisierung kann durch die Wärmelastverschiebung einer KWK-Anlage erzielt werden, die am Netz des Bayernwerks angeschlossen ist.

Dafür wird die Einspeisung der dezentralen Anlage erhöht. Mit einer auf künstlicher Intelligenz basierenden Technologie kann auch ihr Flexibilitätspotenzial gemessen werden. Dieses Potenzial kann entweder weiter angehäuft oder vorher dem Netzbetreiber mitgeteilt werden. Die Anlagen laufen dabei normal weiter und melden zusätzliche Flexibilitätsmengen, die in die Planung des Netzes einfließen können. „Flexibilität von Anlagen, die im Verteilnetz angebunden sind, werden zunehmend sowohl von Übertragungsnetz- als auch von Verteilnetzbetreibern benötigt“, lässt sich Peter Thomas, Geschäftsführer der Bayernwerk Netz GmbH, auf energie.de zitieren: „Deshalb rückt die Frage der Zusammenarbeit und der netzbetreiberübergreifenden Abstimmung in den Fokus, um auch bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien eine sichere und kostengünstige Versorgung mit Strom zu gewährleisten.“